Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise verharren auf hohem Niveau - Euro zieht an!

28.12.2017
Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise verharren auf hohem Niveau - Euro zieht an!
 
(28.12.2017) Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben nach dem kräftigen Anstieg am zweiten Weihnachtsfeiertag ihr hohes Niveau verteidigen können. Da der Euro im Vergleich zum US-Dollar aber weiter zulegen konnte, werden die Heizöl-Notierungen heute aller Voraussicht nach mit leichten Verlusten in den Handel starten.
 
Aktuell stehen die Februar-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 66,60 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 59,75 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum US-Dollar schöne Gewinne verbuchen und wird derzeit zu Kursen um 1,1930 US-Dollar gehandelt.

Die Lage am Ölmarkt bleibt weiterhin angespannt und bullish zu wertende Nachrichten schlagen sich sofort in Preiserhöhungen nieder.
Anders verhalten sich die Marktteilnehmer bei preisdrückenden Meldungen. So wird derzeit kaum zur Kenntnis genommen, dass die wichtige Forties-Pipline in der Nordsee bereits wieder eine Auslastung von 50 Prozent erreicht hat und auch die durch eine Explosion kurzzeitig außer Betrieb gesetzte libysche Ölleitung bald wieder repariert sein wird.
Auch die gestern Abend nach Börsenschluss vermeldeten US-Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute (API) fielen tendenziell bearish aus. Unterm Strich gab es  nämlich keine nennenswerte Veränderung, während die Analysten im Vorfeld mit einen Rückgang von 3,6 Millionen Fass gerechnet hatten.
Trotzdem geht es mit den Öl-Futures heute im frühen aisatisch und europäisch geprägten Handel schon wieder leicht nach oben.
Ansonsten gab es gestern noch recht gute Konjunkturdaten aus den USA, wo die Einzelhandelsumsätze (Redbook) auf Jahressicht um 5,7 Prozent gestiegen sind und die anstehenden Häuserverkäufe per November mit 0,2 Prozent überraschend zulegen konnten. Lediglich das US-Verbrauchervertrauen per Dezember enttäuschte mit einem Wert von 122,1 statt wie erwartet 128 Punkten.

Dies schlug sich am Devisenmarkt nieder, wo der US-Dollar im Vergleich zum Euro an Wert verlor. Zudem stützen gute Arbeitsmarktzahlen aus Frankreich die Gemeinschaftswährung, die heute Morgen die 1,19-Dollar-Marke überqueren und bis zur Stunde weiter auf dem Weg nach oben ist.

Dank der Währungsgewinne und der leicht rückläufigen Rohölpreise werden die Heizöl-Notierungen hierzulande mit leichten Abschlägen in den heutigen Handelstag starten. Aktuelle Berechnungen lassen zumindest aus morgendlicher Sicht ein Minus in einer Größenordnung von 0,2 bis 0,4 Cent pro Liter erwarten, nachdem gestern im Laufe des Tages leider ein neues Jahreshoch erreicht wurde.