Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise und Euro im Gleichschritt nach oben!

25.01.2018
Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise und Euro im Gleichschritt nach oben!
 
(25.01.2018) Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben ihren Aufwärtstrend gestern weiter fortgesetzt und sind auf ein neues Drei-Jahreshoch geklettert. Gleichzeitig konnte auch der Euro im Vergleich zum US-Dollar erneut hinzugewinnen, sodass die Aufschläge am heimischen Heizöl-Markt, wie schon gestern, wieder recht moderat ausfallen sollten.
 
Aktuell stehen die März-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 70,85 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 66,15 Dollar. Der Euro steigt im Vergleich zum US-Dollar auf Werte um 1,2420 US-Dollar an und markiert damit ebenfalls einen neuen Höchststand seit mehr als drei Jahren.

Die Kurspfeile am Ölmarkt zeigten leider auch gestern weiter nach oben. Der vom American Petroleum Institute (API) veröffentlichte deutliche Aufbau der US-Ölbestände wurde von den Börsianern weitgehend ignoriert, denn die zuletzt recht guten Konjunkturzahlen und - prognosen lassen erwarten, dass der globale Ölverbrauch in diesem Jahr weiter deutlich ansteigen wird.
Bis zur Veröffentlichung der mit Spannung erwarteten DOE-Ölbestandsdaten tendierten die Rohölpreise aber zunächst seitwärts, bis es dann am Abend erneut steil nach oben ging.
Zwar vermeldetet auch das Department of Energy einen Bestandsaufbau, der aber mit eine Plus von in Summe 2,6 Millionen Barrel deutlich geringer ausfiel, als der Zuwachs bei den API-Zahlen vom Vortag. Zudem gingen auch hier die Bestände im Öllanger Cushing deutlich zurück, sodass die Daten unterm Strich bullish gewertet wurden.
Der Ölkomplex ging dann auch in Nähe der Tageshöchstände aus dem Handel und heute Morgen sehen schon wieder leichten Kursgewinne an den Kurstafeln in Asien und Europa.
Neue Konjunkturdaten gab es gestern in Europa und den USA in Form der Einkaufsmanagerindizes aus der Industrie und dem Dienstleistungssektor, die ingesamt gemischt ausfielen und somit kaum Einfluss auf die Preisfindung hatten.

Am Devisenmarkt kennt der Euro derzeit kein Halten mehr und eilt von einem Langzeithoch zum nächsten. Gestern konnte die Gemeinschaftswährung die 1,24-Dollar-Marke erreichen, nachdem sich US-Finanzminister Munchin beim Weltwirtschaftsforums in Davos für einen weichen Dollar ausgesprochen hatte. Auch heute Morgen geht es im Vorfeld der heutigen EZB-Sitzung zunächst weiter nach oben.

Erneut ist es also den Währungsgewinnen zu verdanken, dass die Heizölpreise in Deutschland aller Voraussicht nach wieder nur mit leichten Aufschlägen in den heutigen Tag starten werden. Aktuelle Berechnungen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von 0,2 bis 0,3 Cent pro Liter erwarten. So gut ein starker Euro für die Importe ist, so schädlich wirkt er sich allerdings für die deutsche Exportwirtschaft aus.