Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise konsolidieren - Heizölpreise etwas fester!

10.11.2017
Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise konsolidieren - Heizölpreise etwas fester!
 
(10.11.2017) Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten haben ihren Konsolidierungskurs gestern fortgesetzt und sind nur mit leichten Aufschlägen aus dem Handel gegangen. Da der Euro im Vergleich zum US-Dollar etwas hinzugewinnen konnte, werden die Heizöl-Notierungen stabil bis leicht anziehend in den letzten Handelstag der Woche starten.
 
Aktuell stehen die Januar-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 63,80 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 57,05 Dollar. Der Euro kann sich im Vergleich zum US-Dollar erneut gut behaupten und wird derzeit zu Kursen um 1,1640 US-Dollar gehandelt.

Obwohl der Preisanstieg an den internationalen Ölbörsen vorerst gestoppt zu sein scheint und der Markt eigentlich fällig für eine technische Gegenbewegung wäre, bleibt die Lage sehr angespannt.
Gestern Nachmittag gab es eine Meldung aus Saudi-Arabien, wonach die dortige Regierung ihre im Libanon verweilenden Staatsbürger aufgefordert hat, das Land schnellstmöglich zu verlassen und heimzukehren. Die libanesische Hisbollah wird, wie die Huthi-Rebellen im Jemen, die erst kürzlich eine Rakete auf Riad abgeschossen haben, vom Iran unterstützt und in beiden Ländern wird eine Art Stellvertreterkrieg geführt.
Die Aufforderung schürt natürlich Ängste, dass die Lage im Nahen Osten eskalieren und die Ölexporte massiv beeinträchtigen könnte. Entsprechend zogen die Rohölpreise im späten Handel wieder an, konnten ihre Gewinne aber nicht ganz verteidigen.
Ansonsten sind die insgesamt fallenden Ölbestände, die zurückgehende Zahl der aktiven US-Bohranlagen und Aufkündigung des Waffenstillstandes der nigerianischen Rebellen weitere gewichtige bullishe Faktoren.
Gespannt darf man auf die Reaktion der OPEC auf die in letzter Zeit deutlich gestiegenen Ölpreise sein. Zwar wird am Markt nach wie vor fest davon ausgegangen, dass das Förderabkommen auf das komplette nächste Jahr ausgedehnt wird, doch könnte es auch Befürworter geben, die dem Ganzen nun etwas kritischer gegenüber stehen. Vor allem das Nicht-OPEC-Land Russland zeigt sich besorgt über das hohe Preisniveau und könnte eventuell intervenieren.

Am Devisenmarkt konnte der Euro im Vergleich zum US-Dollar wieder leicht zulegen. Enttäuschende Arbeitsmarktzahlen aus den USA und die guten Wirtschaftsaussichten in der Eurozone stützten unsere Gemeinschaftswährung.

Trotz der leichten Währungsgewinne werden die Heizöl-Notierungen in Deutschland heute wohl etwas fester in den letzten Handelstag der Woche starten. Aktuelle Berechnungen lassen aus morgendlicher Sicht ein Plus in einer Größenordnung von 0,2 bis 0,3 Cent pro Liter erwarten. Die Aussichten auf deutlich fallende Preise bleiben, wie das derzeitige Wetter, weiterhin recht trübe.