Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise etwas schwächer - DOE-Daten bearish

05.01.2018
Heizöl-Markt aktuell: Ölpreise etwas schwächer - DOE-Daten bearish
 
(05.01.2018) Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten geben heute im Laufe des frühen Handels etwas nach, nachdem gestern ein breit angelegter Seitwärtstrend zu beobachten war. In Folge werden auch die Heizöl-Notierungen mit leichten Abschlägen in den letzten Handelstag der ersten Woche des Jahres 2018 starten.
 
Aktuell stehen die März-Kontrakte der europäischen Nordsee-Ölsorte "Brent" bei 67,80 US-Dollar pro Barrel, ein Fass US-Öl "West Texas Intermediate" kostet zur Stunde 61,80 Dollar. Der Euro kann im Vergleich zum US-Dollar weiter zulegen und wird derzeit zu Kursen um 1,2060 US-Dollar gehandelt.

Nach dem kräftigen Anstieg der Rohölpreise am Mittwoch, starteten die Rohölpreise auch gestern zunächst mit weiteren Aufschlägen in den asiatisch und europäisch geprägten Handel. Im Laufe des Vormittags setzten dann aber bereits Gewinnmitnahmen ein und bis zum frühen Nachmittag standen  sogar Minuszeichen an den Kurstafeln.
Neue Markt bewegende Meldungen gab es dabei kaum.
Die gestern veröffentlichten Konjunkturdaten fielen insgesamt recht gut aus. Lediglich die in dieser Woche leicht gestiegenen US-Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung tanzen dabei etwas aus der Reihe.
Als dann gegen 17 Uhr die viel beachteten und mit Spannung erwarteten wöchentlichen US-Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE) veröffentlicht wurden, hätte es eigentlich weiter abwärts gehen müssen, denn hier gab es in Summe einen deutlichen Zuwachs von 6,3 Millionen Barrel. Jedoch hatten die Börsianer auf den ersten Blick wohl nur die deutlich gefallenen Rohöl-Vorräte im Blick und so blieb eine spürbare Reaktion auf das Zahlenwerk zunächst aus.
Heute morgen scheinen die Händler aber wohl doch einen zweiten Blick auf die Daten zu werfen und so geht es zumindest von der Tendenz her bislang etwas nach unten, wobei größere Kursbewegungen weiterhin ausbleiben.
Der Einfluss der extremen Kälte in weiten Teilen Nordamerikas und die politisch unsichere Situation im Iran lassen den Ölfutures derzeit weiterhin wenig Luft nach unten.

Am Devisenmarkt konnte der Euro im Vergleich zum US-Dollar gestern wieder an Fahrt aufnehmen und weiter zulegen. Dies trotz der insgesamt recht guten Konjunkturdaten aus Übersee. Allgemein setzt sich aber zunehmend die Erwartungshaltung durch, dass die Europäische Zentralbank (EZB), angesichts der ebenfalls recht guten Wirtschaftsentwicklung im Euroraum, ihre extrem lockere Geldpolitik bald aufgeben muss.

Dank der Währungsgewinne und der leicht nachgebenden Rohölpreise, werden die Heizöl-Notierungen in Deutschland heute aller Voraussicht nach mit leichten Abschlägen in den Handel starten. Aktuelle Berechnungen lassen zumindest aus morgendlicher Sicht einen Rückgang von bis zu knapp einen halben Cent pro Liter erwarten. Regional wirkt sich aber auch schon die Hochwassersituation aus, die zunehmend die Binnenschifffahrt beeinträchtigt und die somit die Versorgung erschwert bzw. verteuert.